DRAUßEN SONNENSCHEIN – DRINNEN DUNKLE WOLKEN UND DICKE LUFT…

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N e i n ,  es ist niemand zu Tode gekommen oder körperlich verletzt worden.

U n d ,   es  ist auch kein Geld unterschlagen worden oder weggekommen.

A l s o ,  der IPZV-Bundesverband ist nicht pleite und kann auch seine Rechnungen bezahlen.

Soweit die guten Nachrichten für die rund 130 (!) Teilnehmer der IPZV-Jahreshauptversammlung in Laatzen.

Die waren aber in erster Linie gekommen, um live Antworten auf die zahlreichen, im Vorfeld und während der Versammlung gestellten Fragen zu bekommen.

Leider hatte die von der „Regierung Doeing & Co“ in den letzten 2 Jahren so oft versprochene Transparenz auf allen Ebenen des Vereins sich anlässlich der Mitgliederversammlung einen freien Tag genommen und war weitestgehend nicht anwesend.

Will sagen: Die Mehrzahl der vielen sehr sachlich vorgetragenen Fragen wurden leider nicht oder nur unvollständig vom Vorstand beantwortet. Peter Nagel versuchte dann auch (so gut es ging) die Zahlen des Finanzberichtes und der Bilanz zu erklären und zeigte deutlich auf, dass der Verband finanziell handlungsfähig ist.

Die wichtigen Fragen zur Beschäftigung des Interimsgeschäftsführers und evtl. Verstöße gegen Satzung und GVO (Geschäfts- und Verfahrensordnung) wurden leider mit den Delegiertenstimmen der Landesvorsitzenden (nicht mit der Stimmenmehrheit der Anwesenden) durch Antrag auf „Schluss der Diskussion“ abgewürgt.

Das war kein guter Schachzug und führte verständlicherweise zu Unverständnis und Unmut bei den Mitgliedern. Ein langjähriges IPZV-Mitglied aus dem Süden der Republik fragte dann auch ganz leise und eingeschüchtert in die Runde, ob man denn jetzt keine Fragen mehr stellen dürfe. Aber dafür sei eine Mitgliederversammlung eigentlich doch da, oder?

Geradezu einen „Bärendienst“ erwies sich der Vorstand durch den Auftritt des Ex-Schatzmeisters und Ex-Honorarmitarbeiters Jens Maxheimer, der getreu dem (aber nicht immer zutreffenden) Spruch „Angriff ist die beste Verteidigung“ lautstark seine Arbeit im und für den Bundesverband pries und langatmig aufzählte, was er alles in Tag- und Nachtarbeit geleistet habe.

Rhetorisch gewandt wies er alle Zweifel an der Rechtmäßigkeit seines Handelns zurück und untermauerte die besondere Schwierigkeit seiner Aufgabe einmal mehr mit der mittelalterlichen Organisation und Struktur sowie den schlechten Leistungen der nicht ausreichend qualifizierten Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle.

Diese Vorwürfe lösten bei den Betroffenen blankes Entsetzen und bei allen, die seit Jahren mit der Geschäftsstelle zusammen arbeiten, heftige Proteste aus.

Klar ist: Ohne die loyale und engagierte Arbeit der Mitarbeiter wäre der Verband im Chaos der letzten Monate versunken!

 

Trotz der vielfältigen Probleme auf der Führungsebene und mit der Geschäftsführung des Verbandes muss festgestellt werden, dass in den Ressorts und Arbeitsgruppen von vielen engagierten Mitgliedern sehr gute Arbeit geleistet wurde.

Vielen Dank dafür!

Einzelheiten können in den Berichten der Ressortleiter, im DIP und im Netz nachgelesen werden.

 

Wie geht es nun weiter?

In stundenlangen Sitzungen vor der Mitgliederversammlung hatten sich Vorstand und Länderrat darauf geeinigt, bis zum Herbst sämtliche offene Fragen und Sachverhalte zu untersuchen und aufzuklären.

Dabei sollen Vereinsjuristen zum Thema Satzungs- und GVO-Verstöße sowie Arbeits- und Vertragsrechtler zur Klärung eingeschaltet werden. Auch eine evtl. Scheinselbständigkeit bei der Anstellung von Jens Maxheimer soll genau geprüft werden. Vorsorglich wird dieser Sachverhalt unverzüglich auch dem Finanzamt und der Rentenversicherung vorgetragen. Auch Satzung und GVO sollen durch entsprechende Änderungen (z.B. das sogen. 4-Augen-Prinzip bei Verträgen und größeren Finanzgeschäften) ergänzt werden.

Es wurde der Versammlung zugesagt, dass die restlose Klärung der genannten Sachverhalte die Grundlage einer evtl. Entlastung des Vorstandes bei der nächsten Mitgliederversammlung  sein soll.

Parallel zu den internen Untersuchungen wird sich das Verbandschiedsgericht mit den Themen befassen. Ein entsprechender Antrag wurde bereits gestellt.

Ich bin optimistisch, dass der IPZV-Bundesverband diesen unbedingt notwendigen „Selbstreinigungsprozess“ mit Bravour und ohne allzu großen Schaden hinter sich bringt und damit eine neue Arbeitsgrundlage für alle Aktiven schafft.

Der IPZV-LV Norddeutschland wird sich über den Länderrat engagiert an den notwendigen Arbeiten beteiligen, die Interessen seiner Mitglieder vertreten und laufend über die Geschehnisse berichten.

 

Für weitergehende Frage stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Mit österlichen Grüßen,

Fritz Finke