Interview mit Helen Klaas zur WM

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Helen Klaas Foto ©www.krijn.de

Helen Klaas – gestern 25 Jahre alt geworden – ist Einstellerin bei Johannes Pantelmann in Ehndorf und startet für das deutsche Team mit dem 17jährigen Hengst Kolgrímur vom Neddernhof in der T2 und der V1.

HESTUR: Seit wann reitest du dein WM-Pferd und wie kam es dazu ?

Helen Klaas: Ich reite Kolgrímur seit Mitte Juni, also seit fast zwei Monaten. Mein eigenes Pferd hat sich leider verletzt und so fehlte mir ein Pferd mit welchem ich auf der WM meine wildcard einlösen kommte. Lea Brill hat mir dann super großzügig ihren Kolgrímur angeboten.

HESTUR: Erzähl uns ein bisschen über dieses Pferd und was das besondere an ihm ist.

Helen Klaas: Kolgrímur ist ein 17 Jahre alter Hengst, der glaube ich dafür bekannt ist, dass er schon wirklich lange immer zuverlässig super Prüfungen auf Turnieren läuft. Er ist sehr gut ausgebildet, unerschrocken und ein echter Freund.

HESTUR: Wie habt ihr euch speziell in den letzten Wochen auf die WM vorbereitet?

Helen Klaas: Weil wir uns noch nicht lange kennen, mussten wir uns erstmal ausführlich kennen lernen. Dabei hat Annelie Glässing, die schon vorher meine Trainerin war,  mich immer unterstützt. Das Training bestand also vor allem daraus herauszufinden, was ich machen muss, damit Kolgrímur an seine bisherigen Leistungen anknüpfen kann

HESTUR: Was ist dir als Reiterin besonders wichtig?

Helen Klaas: Wichtig beim Reiten ist mir vor allem Harmonie und das kann man nur erreichen, wenn das Pferd mit einem arbeitet. Dafür ist es wichtig, klar verständliche Hilfen zu geben und nicht mehr zu verlangen als das Pferd in dem Moment leisten kann. Ich glaube eine gute Beziehung zwischen Pferd und Reiter auch außerhalb des Sattels ist super wichtig!

HESTUR: Was bedeutet die WM-Teilnahme für dich und wie fühlt es sich für dich an, dort zu starten?

Helen Klaas: Für mich ist es ja bereits die zweite WM und anders als die meisten, musste ich mich nicht noch einmal qualifizieren. Vor vier Jahren in Berlin war der Start auf der WM die Belohnung für jahrelanges Training mit meinem eigenen Pferd.Das ist jetzt anders – und dadurch sind der Druck und die Emotionen jetzt etwas weniger.

HESTUR: Wir wünschen dir viel Spass und Erfolg in Oirschot!