von Julia Ostertag Turnierfotos von Lea Schwenckner
Zu unserem großen Glück machte das Frühlings OPEN die meiste Zeit seinem Titel alle Ehre – es gab einen kühlen aber trockenen Wechsel aus Sonne und Wolken. Nur der Samstag war unbeständiger.
So fanden die an die 200 angereisten Reiter auf dem Gestüt an der Lütt Beek beste Bedingungen vor, um in eine neue Saison zu starten und Turnierluft zu schnuppern. Das Starterfeld bestand zu großen Anteilen aus Mitgliedern des IPZV Nord, die hier die Gelegenheit hatten, in leichten, mittleren und schweren Prüfungen auf der Ovalbahn, der Passbahn und den Dressurprüfungen in der Halle gegeneinander anzutreten und ihre ersten Turniernoten 2026 einzufahren.
Nach dem langen Winter lag Aufbruchstimmung und gute Laune in der Luft. Die wetterfeste Islandpferde-Community des Nordens zeigte sich durchweg in großer Zahl am Ovalbahnrand und das Richterteam bewertete die schönen Auftritte der motivierten Pferd-Reiter-Teams fair und positiv.
Eingespielt sorgten Meldestelle, Sprecher, das Helferteam sowie die Gastgeber vom Gestüt an der Lütt Beek für einen reibungslosen Ablauf. Dies wurde von vielen Teilnehmern gelobt genauso wie die räumliche Erweiterung auf zwei Paddockwiesen sowie einen Gras-Abreiteplatz neben der Ovalbahn.
Von seiner schönste Seite zeigte sich das Wetter am Final-Sonntag, an dem es sehr schöne bis spektakuläre Bilder auf höchstem Sportniveau zu sehen gab. In manchen Prüfungen hatten die durch gute Leistungen auffallenden Young Riders ihr Extra-Finale, doch in der T4 machten sie kurzerhand das A-Finale bis auf zwei Erwachsene zu „ihrem“ Finale – was auch zeigt, dass die Nachwuchsförderung durch den Jugendkader bestens funktioniert.
Gleich zwei der Big Four-Preisprüfungstitel gingen auch bei diesem Turnier wieder an Lilja Thordarson, und zwar einmal im Fünfgangpreis mit Ofeigur und im Viergangpreis mit Múli. Das spannende Töltpreisfinale konnte Laura Köster mit ihrem in schönster Form laufenden Höfðingi für sich entscheiden, und den T2-Sieg trug Ómar Ingi Ómarsson auf dem schnellen Glotti nach Hause.
Inspiriert und mit Lust auf mehr Turniere machten wir uns auf den Heimweg. Wir danken herzlich allen, die zum Gelingen unseres Outdoor-Jahresauftakts beigetragen haben, den Sponsoren, Ausstellern und Freiwilligen – und nicht zuletzt dem Wettergott, der die angesagten Regenfronten an uns vorbeiziehen ließ.








