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Euromót 2010 , ein Event der Superklasse

Das Gestüt Osterbyholz stand vom 06. bis 09. Mai 2010 ganz im Zeichen des Euromót,  ein stark besetztes internationales Islandpferdeturnier, außerdem mit 102 gemeldeten Pferden in den FIZO-Zuchtprüfungen wohl größte Zuchtveranstaltung  auf dem europäischen Kontinent.

Züchter und Reiter aus den Nationen Dänemark,  Frankreich, Island, den Niederlanden, den Faröer Inseln, Norwegen, Österreich, Schweden, England und natürlich Deutschland waren angereist.
 
Veranstalter und Ausrichter Iris Petrikat und Peter Neumann vom Gestüt Osterbyholz, nahe des Ostseebads Eckernförde am Rande der Hüttener Berge, konnten mit ihrer gepflegten und bestens ausgestatteten Anlage den hohen Ansprüchen dieses Reitsportereignisses voll gerecht werden. Trotz der sehr wechselhaften Wetterbedingungen mit Wolken, Sturm, Regen und praktisch keinem Sonnenstrahl wurden herausragende Leistungen und Ergebnisse erzielt. Schade nur, dass das Zuschauerinteresse relativ gering war. Ein so stark besetzter internationaler Wettbewerb hätte mehr Zuschauer verdient, eigentlich Pech für jeden, der diese tollen Ritte nicht gesehen hat.
Insgesamt wurden 89 Zuchtpferde (FIZO) geprüft, 50 Sportpferde und 13 Jungpferde waren am Start.
 
Im Mittelpunkt der Sportprüfungen stand das Gæðingakeppni. Bei dieser isländischen Disziplin wird nach dem schönsten Pferd gesucht. Es handelt sich hierbei um ein Pferd, das Freude macht, wenn man es reitet, und das einem Vergnügen bereitet, wenn man es beobachtet. Und es machte zweifelsfrei Vergnügen, diese bewegungsstarken Pferde zu sehen!
 
Die ersten Tage standen ganz im Zeichen der  Zuchtprüfungen, zunächst wurden alle Pferde gemessen, in der Reithalle traf man sich zur Gebäudebeurteilung, es folgte auf der Passbahn die Beurteilung der Reiteigenschaften.
 
Mit einer Gesamtnote von 8,72 erreichte der 1999 geborene Hraunar frá Efri-Rauðalæk unter seinem Reiter Magnús Skúlason die zweithöchste Bewertung, die jemals weltweit erzielt worden ist. Auch der 7jährige Fuchsscheckhengst Örn frá Efri-Gegnishólum (Endnote 8.51 ) - er wird im Gestüt Heesberg bei Daniel C. Schulz decken - zeigte beeindruckende Bewegungen unter seiner Reiterin Julie Louise Christiansen    
Bei den 5jährigen Hengsten machte Börkur frá Sólheimum mit seinem Reiter Jóhann Rúnar Skúlason mit einer Gesamtnote von 8,29 auf sich aufmerksam.
Die 1999 geborene Stute Mist van de Waaldijk unter dem Sattel von Agnar Snorri Stefánsson erreichte im Exterieur und in den Reiteigenschaften durchgängig gute Ergebnisse, ihre Endnote 8,31.
Bei den 6jährigen Stuten siegte Hrafn-Mysla fra Katulabo (Endnote 8,24 )  mit  Agnar Snorri Stefánsson im Sattel und bei den 5jährigen Stuten Brák fra Guldbæk unter Rasmus Møller Jensen mit 8,18 Punkten.
 
Der Samstag und Sonntag des Euromót, inzwischen herrschte  zumindest trockenes Wetter vor, gehörte neben den 2. Durchgängen in der Zuchtprüfung im wesentlichen den Sportprüfungen.
Im Speedpass siegte Tania Højvang Olsen auf Sólon frá Strø in der Bestzeit von 7,660 Sek..
Das Passrennen über 150m konnte Sigurdur Óli Kristinsson auf dem Elitefarbwechsler Hamur frá Blesastöðum in 15,420 Sek. für sich entscheiden.
Überragend war die Zeit von Mette Rousing Holm auf Kormakur frá Kjarnholtum:
In einer Zeit von 22,210 Sek. gewann sie das Passrennen über 250m und verpasste damit nur knapp den Weltrekord.
Im Finale des Gædingakeppni B konnte sich Anne Stine Haugen auf Kveikur frá Lian mit der herausragenden Gesamtleistung von 8,881 Punkten vor Agnar Snorri Stefánsson auf Gaukur frá Kilhrauni mit insgesamt 8,576 Punkten behaupten.
Im Finale des Gædingakeppni A ließ Jóanis í Hoygardinum sämtliche Konkurrenten hinter sich. Er gewann auf Glotti frá Sveinatungu mit 8,793 Punkten.
Eindeutig war das Ergebnis bei der Passprüfung: Hier ließ Magnús Skúlason sich den Sieg nicht nehmen und verwies mit 8,34 Punkten die Konkurrenz auf die Plätze.
 
Ein weiterer Höhepunkt am Sonntagnachmittag waren die Töltprüfungen.
Im A-Finale der Töltprüfung T2 steigerte sich Agnar Snorri Stefánsson deutlich und gewann auf Gaukur frá Kilhrauni klar mit 8,17 Punkten vor der Zweitplatzierten Samantha Leidesdorff auf Vonarneisti frá Kambi mit 7,17 Punkten, auf dem dritten Platz behauptete sich hier Svenja Schumacher (Junioren) mit ihrem Jaki von Aegidienberg.
Im Finale des Töltpreises T1 traten die WM-Teilnehmerinnen Anne Stine Haugen und Julie Christiansen gegeneinander an. Denkbar knapp konnte die Norwegerin Anne Stine Haugen auf Kveikur frá Lian mit 7,60 Punkten die Konkurrenz für sich entscheiden. Die Lokalmatadorin Joana Neumann konnte sich mit ihrem Wallach Sæli frá Skálakoti für das Finale qualifizieren. Hier gelang dem Paar der verdiente 3. Platz.
Den Siegern und Platzierten, aber auch allen anderen Teilnehmern gebührt Respekt und Anerkennung für ihre großartigen Leistungen. Herzlichen Glückwunsch!      
 
Fazit: Richter, Moderatoren und die Melde-/Rechenstelle erledigten ihre Arbeit trotz Kälte und Nässe unverdrossen und stets gut gelaunt, was  nicht zuletzt auch den Organisatoren und Helfern zu verdanken ist, die stets bemüht waren,  sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu versorgen und ihre Wünsche zu erfüllen. Dazu der Organisations- und Schauleiter Alex Conrad: „Alles perfekt: Wir haben uns hier in Osterbyholz wieder sehr wohl gefühlt und danken für die herzliche Aufnahme. Die tollen Ergebnisse sind nicht nur auf die hochkarätigen Pferde und Reiter zurückzuführen, sondern wesentlich auch auf die tolle Reitanlage und die Qualität der Bahnen!“
 
Dank gebührt den Sponsoren, insbesondere den Hauptsponsoren Allianz Versicherung  und Firma TopReiter, ohne deren Unterstützung eine derartige Veranstaltung nicht durchzuführen wäre.
Aber das Dankeschön geht auch an all die fröhlichen Teilnehmer, die während der gesamten Veranstaltung für immer gute Stimmung und spannende Gespräche am Rande sorgten.
„Mit dem Verlauf der Euromót sind wir trotz der zunächst recht ungünstigen Witterungsbedingungen sehr zufrieden. Wir haben großartige Leistungen gesehen mit entsprechend guten Ergebnissen“, erklärten die Turnierleiter Iris Petrikat und Peter Neumann.  „Besonders wichtig war uns, wieder ein Treffen der Freundlichkeit und Geselligkeit zu organisieren – Freundschaft und Miteinander statt Konkurrenz und Abgrenzung!“
 

Und diesen sportlich fairen und positiven Eindruck konnten Aktive und Zuschauer am Ende der Veranstaltung mit nach Hause nehmen.

 

Bilder dieser tollen Veranstaltung können Sie in unserer Bildergalerie betrachten.